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Ist Schwarzer Holunder (Sambus nigra) essbar?

Reife Holunderbeeren zum Thema Ist Schwarzer Holunder (Sambucus Nigra) essbar?

Schwarzer Holunder: Das ist beim Verzehr zu beachten

Die Beeren des Schwarzen Holunders (Sambus nigra) enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, die wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden sind. Deshalb gelten die Holunderbeeren dieser Sorte als ausgesprochen gesund. Doch Vorsicht – neben ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen enthalten rohe Holunderbeeren auch den Giftstoff Sambunigrin, ein Glykosid, das zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost führen kann. Vor allem für Kinder kann der Verzehr der kleinen Beeren im rohen Zustand unangenehme Folgen haben. Aber auch für Erwachsene sind die Beeren des schwarzen Holunders (Sambus nigra) nicht in jeder Form essbar.

In welcher Form sind die Beeren von Schwarzer Holunder essbar?

Besonders viel Sambunigrin ist in unreifen Früchten enthalten, die daran zu erkennen sind, dass sie innen noch grün sind. Aber auch reife Früchte, die auch innen dunkel gefärbt sind, enthalten noch kleinere Mengen des Giftstoffs. Dieser lässt sich – genau wie andere unbekömmliche Inhaltsstoffe – durch Erhitzen unschädlich machen. Deshalb sollten Sie Holunderbeeren niemals roh verzehren, sondern immer für kurze Zeit auf mindestens 80 Grad Celsius erhitzen, bevor Sie sie zum Verzehr weiterverarbeiten. Danach lassen sich die Beeren nach Belieben zu Saft, Gelee oder Likör zubereiten und bedenkenlos verzehren.

Sambus nigra: Sind die Holunderblüten essbar?

Schwarzer Holunder ist nicht nur bekannt wegen seiner nährstoffreichen Beeren, sondern auch wegen seiner duftenden Blüten. Zwischen Mai und Juni sind die hellen Blüten schon von Weitem an Feld- und Waldrändern sind zu sehen und locken mit ihrem aromatischen Duft nicht nur Insekten an. Anders als die Beeren lassein sich die Blüten des Schwarzen Holunders auch roh verarbeiten. Häufig werden sie in oder als Limonade verzehrt, in Teig ausgebacken, zum Verfeinern von Kuchen oder Süßspeisen genutzt oder – ähnlich wie die Beeren – zu Sirup oder Gelee verarbeitet.

Hinweis: Alle anderen Pflanzenteile von Sambus nigra wie Rinde und Blätter enthalten ebenfalls geringe Mengen an Glykosiden. Deshalb sollten sie vor dem Verzehr roher Blüten entfernt werden.
Cornelia Titzmann

Cornelia Titzmann

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