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Phytotherapeutika: Immunmodulation mit Holunder

Auf dem Bild sieht man zwei Hände, welche einige Holunderbeeren halten.

Wie immunmodulierende Substanzen in Holunder die Gesundheit fördern können

Die Medizin hat sich schon immer von der Natur vieles abgeschaut. Dazu gehören auch die immunmodulierenden Eigenschaften von Heilpflanzen wie Holunder. Die therapeutische Anwendung macht sich einen Schutzmechanismus der Pflanze zu eigen: Zum Schutz vor Pathogenen wie Bakterien, Viren und Pilzen bildet Holunder sogenannte Phytoalexine, die insbesondere in der schwarzen Holunderbeerensorte Haschberg in hohen Konzentrationen enthalten sind. Sie wirken abwehrstärkend und mindern das Infektionsrisiko.

Vor allem die Polyphenole im Holunder haben gesundheitsfördernde Wirkung

Zu den sogenannten Phytoalexinen zählen verschiedene chemische Verbindungen wie Phenolsäuren, Flavonoide, Terpenoide und Alkaloide. Die Pflanze stellt diese Abwehrstoffe vorbeugend her und bildet sie unmittelbar nach einer Infektion, um der Ausbreitung pathogener Organismen entgegenzuwirken. Wissenschaftlich gut untersucht sind vor allem die Phenolsäuren und die Flavonoide, die der Gruppe der Polyphenole zugeordnet werden. Mittlerweile liegen wissenschaftlich bestätigte Hinweise auf die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Stoffe vor. Sie dienen dem Zellschutz, der Immunmodulation, der Tumorüberwachung und der Entgiftung. Viele wissenschaftliche Studien beschäftigen sich zudem mit den antientzündlichen Eigenschaften der Polyphenole, insbesondere der Flavonoide. Ihre Wirkung begründet sich auf der Blockade des Enzyms Phospholipase A2 und damit verbunden der Arachidonsäure, die wiederum Ausgangsprodukt für verschiedene Entzündungsmediatoren ist. Auch weitere immunmodulatorische Effekte von Holunder konnten bereits wissenschaftlich festgestellt werden, so zum Beispiel die hemmende Wirkung von Flavonoiden auf die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen, was Symptome bei Allergien lindern kann.

Wirkung von Holunder bei Infekten: Von der Natur abgeschaut

„Der Schwarze Holunder setzt Polyphenole ein, um sich vor mikrobiellem Befall zu schützen. Diese Wirkung kann auch dem Menschen zugutekommen, wenn er polyphenolhaltige Kost zu sich nimmt. Im Falle von Holunder haben bereits zahlreiche Studien nachweisen können, dass mit der Einnahme die Krankheitsdauer bei Erkältungen verringert wird und sich Holunder positiv auf das Darmmikrobiom auswirken. Neuere vielsprechende Studien untermauern das Potential von Holunder bei Infektionen mit SARS-CoV-2-Viren“, stellt Holunderexpertin und Heilpraktikerin Cornelia Titzmann von holunderkraft.de heraus.

Cornelia Titzmann

Cornelia Titzmann

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